Seger

Mathias Seger

Mathias, wir sind alle froh, dass Du wieder aufs Eis hast zurückkehren können. Du wahrscheinlich auch?

Ja, ganz sicher. Ich bin froh, wieder mitspielen zu können. Der Unfall passierte in einem blöden Moment. Da trainiert man lange und hart, und im letzten Vorbereitungsspiel passiert so etwas. Der Saisonbeginn ist im Eimer, und für längere Zeit hat man seinen Platz nicht auf der Spielerbank, sondern im Zuschauerraum. Zuschauen zu müssen, wenn es nicht läuft, ist für einen Spieler sehr schwierig.

Wie konnte überhaupt so etwas Gravierendes passieren? Du hast ja einen Schutz am Helm...

Der Helm rutsche hinauf, die Stelle unter dem Auge war damit nicht mehr geschützt. Der Schlag wurde mit der nackten Faust ausgeführt.

Der medizinische Befund lautete auf Jochbeinbruch. Wurde dieser Befund sofort festgestellt? Was hat der Arztn achher machen können oder müssen?

Ich stand nach dem Zwischenfall ständig unter ärztlicher Beobachtung und wurde in die Klinik gefahren, wo anhand eines Computer-Tomogramms die Verletzung benannt werden konnte.

Du musstest dann operiert werden.

Ja, aber erst nach einer Woche, denn die Schwellung musste sich zuerst einmal zurückbilden. Das Jochbein wurde dann mit Schrauben an einer Platte fixiert.

Wie sehr hattest Du Schmerzen? Wie ging es mit dem Atmen und dem Essen und Trinken?

Nach dem Schlag waren sie sehr stark, gingen dann aber dank Schmerzmittel schnell zurück. Mit der Atmung hatte ich keine Probleme, beim Essen musste ich darauf achten nichts Hartes zu essen.

Was hast Du selber zur Besserung beitragen können? Oder warst Du einfach dazu verurteilt, Geduld zu haben?

Eigentlich nicht viel. Vorerst war Geduld verlangt, viel Geduld. Ich musste mich körperlich sehr ruhig verhalten. Drei Wochen nach dem Eingriff konnte ich wieder mit Arbeit auf dem Hometrainer beginnen, später durfte ich wieder aufs Eis, aber ohne Körperkontakt.

Hat Dein Töchterchen den Papa getröstet?

Als sie mich zum ersten Mal sah, ist die Zweijährige natürlich erschrocken, dann hat sie aber den verletzten Papa getröstet.

Hast Du als Hockeyspieler mehr Zeit für Frau und Kind als einer, der einen Eight-to-five-Job hat?

Das ist schwierig zu vergleichen. Wenn wir am Nachmittag kein Training haben, kann ich etwas mit der Familie unternehmen. Dafür bin ich am Wochenende viel unterwegs.

SubaruEWZAdecco HallenstadionMc DonaldsRufStadlerSympany Official Broadcasters
Hosted by METANET