Hintergrund

Thibaut Monnet

Wenn man «Martigny» hört, kommen einem unwillkürlich zwei Namen in den Sinn: Christian Constantin und Pascal Couchepin. Kennst Du die beiden persönlich, Thibaut?

Dem Präsidenten des FC Sion bin ich schon begegnet, aber ich kann nicht sagen, dass ich ihn gut kenne. Herrn Couchepin kenne ich persönlich gar nicht. Aber er war mir immer ein Begriff, weil er ja Stadtpräsident von Martigny war.

Kommst Du noch oft dazu, ins Wallis zu reisen? Was bedeutet Dir die Familie?

Meine Bindung zur Familie ist stark, nicht nur zu meinen Eltern und meiner Schwester, sondern auch zu meinen Verwandten. Sehen tue ich sie vor allem im Sommer. Im Winter ist es eher so, dass ich meine Eltern bei Auswärtsspielen sehen kann. Zürich ist einfach ein bisschen weit weg.

Wenn Du einem Fremden das Wallis zeigen müsstest, wohin würdest Du ihn führen?

Zuallererst würde ich ihm das Dörfchen Champex-Lac an der Strasse zum Grossen St. Bernhard zeigen. Von Naturfreunden wird das Gebiet auch «Das kleine Kanada» genannt. Dass auch Zermatt ein Ziel ist, ist klar. Das Oberwallis kenne ich selbst noch zu wenig.

Hast Du schon selbst einen Viertausender bestiegen?

Nein, das habe ich noch nie, aber das wäre auch einmal etwas.

Reisen soll eines Deiner Hobbies sein...

Andere Kulturen und Mentalitäten kennen zu lernen, ist mir sehr wichtig. Ich bin mit Ausnahme von Südamerika schon in jedem Kontinent gewesen.

Das Wallis hat mit Martigny, Sierre und Visp drei Klubs in der NL B. Wäre es allenfalls sinnvoll, einmal einen HC Wallis ins Auge zu fassen?

Sportlich würde so etwas Sinn machen. Das wäre dann auch eine Gelegenheit, ein grösseres Stadion zu bauen. Aber im Wallis ist man noch enger an die eigene Scholle gebunden als anderswo, der Chauvinismus ist ausgeprägter als zum Beispiel in Zürich. Was dann fehlen würde, sind die Derbies, die ja immer viel Publikum anziehen.

Du hast schon als Junior zweimal den Verein gewechselt. Was waren die Gründe dafür?

Als Junior wechselte ich zu Lausanne in die NL B, und La Chaux-de-Fonds bot mir die Möglichkeit, in der NL A zu spielen. Dies habe ich mir nicht entgehen lassen.

Wie hast Du Deutsch gelernt? Deine ersten Klubs waren typische welsche Vereine, und erst der SC Bern ein Deutschschweizer Klub.

Zuerst in der Schule und dann in Bern in Deutschkursen.

Empfindest Du Deutsch als schwere Sprache?

Einfach ist Deutsch nicht. Ich kämpfe immer noch mit den Konjugationen und Deklinationen. Aber ich kann mich verständlich machen, und das ist die Hauptsache.

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