Maurer

Marco Maurer

Marco, hast Du die Olympischen Spiele in London eifrig verfolgt?

Eigentlich nur nebenbei. Ich habe in der Ausbildung in viele Sportarten hinein schauen können, habe aber meine Präferenzen. Zudem schaue ich relativ wenig Sport am Fernsehen.

Im Rahmen der European Trophy hast Du schwedische, finnische und deutsche Teams an der Arbeit gesehen. Wie schätztest Du die Stärke dieser ausländischen Ligen ein?

Die beiden nordischen Ligen sind in jeder Beziehung sehr stark. Ich hatte vor fünf Jahren Gelegenheit, das Sommertraining eines schwedischen Vereins mitzumachen und habe so selbst erlebt, wie intensiv da gearbeitet wird. Die DEL ist eine sehr kanadisch geprägte Liga. Da wird vor allem auf ein körperbetontes Spiel Wert gelegt.

Du hast in vier verschiedenen Schweizer Klubs die Saisonvorbereitung mitgemacht. Sind dir markante Unterschiede aufgefallen oder verläuft das Sommertraining überall etwa gleich?

In Zug und in Genf war im Sommer individuelles Training angesagt, in Rapperswil und bei den Lions wurde im Team gearbeitet. Die Inhalte des Trainings sind überall etwa gleich. Je härter das Training ist, desto lieber ist mir die Sache...

Welche Sportarten kommen während des Sommers bei dir etwas mehr zum Zug?

Neben der Vorbereitung für die Hockeysaison betreibe ich vor allem Radfahren und Biken sowie Kickboxen und K1.

Du hast einige Verletzungen, auch sehr schwere, überstanden. Bist Du bisher heil über die Runden gekommen? Denkst Du noch oft an die schwierigen Zeiten der Reha zurück? Gehst Du heute im Spiel vorsichtiger (nicht gehemmter!) zu Werke?

In dieser Saison ging bisher alles gut. In der letzten Saison musste ich ein halbes Jahr lang passen, weil ich am Handgelenk einen Sehnenriss erlitten hatte, der eine Operation notwendig machte. Im Training und im Spiel mache ich mir keine Gedanken zu Verletzungen.

Du kommst aus der Talentschmiede des EVZ, und ich nehme an, dass Du immer noch Kontakte dorthin pflegst. Hat der Bau der neuen Arena im Verein auch einen neuen Schub ausgelöst? Ich mag mich an die Zeit erinnern, wo man sagte, dass jeder Zuger Bub einen Puck in seinem Hosensack habe. Ist die Euphorie in Zug immer noch so gross, oder hat die Nähe des FC Luzern einen dämpfenden Einfluss?

Der EVZ hat nach wie vor eine gute Nachwuchsabteilung. Meine Kontakte zu früheren Mitspielern sind eher kleiner geworden. Ich verkehre vor allem noch mit Leo Schumacher, meinem Juniorentrainer. Die neue Zuger Arena dürfte vor allem bei den Zuschauerzahlen ihre Wirkung haben, weil alles komfortabler ist. Den FC Luzern betrachte ich nicht als Konkurrenz. Die Saisons überschneiden sich nur teilweise, und es sind zwei verschiedene Sportarten.

Was hast Du dir heuer für Ziele gesetzt?

Ich wünsche mir eine gute Saison, in welcher ich mich weiter entwickeln kann.

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