ZSC Lions - Genf Servette 2:1 n.P. (0:1,1:0,0:0,1:0)
"Meischter, Schwiizer Meischter...". Es ist Tatsache, die ZSC Lions gewinnen den sechsten Meistertitel in ihrer Klubgeschichte. Ein Spiel, welches sich zum reinen Nervenkitzel entwickelte, nachdem die Lions miserabel starteten.
Das Spiel begann denkbar schlecht für die Zürcher. Bereits nach 1:14 verloren sie ihren Playoffspezialisten Jan Alston. Der Stürmer war in seinem möglicherweise letzten Spiel im Hallenstadion übermotiviert und traf bei einem Bully vor Gianluca Mona den Servettien Martin Höhener mit dem Stock im Gesicht. Das Verdikt war klar. Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauer. Lange konnten sich die Zürcher in dieser Unterzhal gut wehren. 50 Sekunden vor Schluss der Strafe traf Kirby Law jedoch nach einem Abpraller von Ari Sulander zum 0:1.
Mit der Führung im Rücken liessen sich die Genfer zunächst ein wenig in die Defensive drängen. Alexej Krutov hatte dadurch in 12. Minute die bisher grösste Chance für die Zürcher, als er die Scheibe knapp neben das Tor setzte. Die Genfer besannen sich danach wieder vermehrt auf ihre Stürmerqualitäten und glichen das Spielgeschehen wieder aus. Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware, denn auch in Überzahl vermochten die Lions Gianluca Mona nicht vor eine Prüfung zu stellen.
Der Beginn des Mittelabschnitts glich dem zweiten Drittel in Spiel 5. Zunächst konnte Sulander einen Abschluss von Serge Aubin unschädlich machen, Peter Sejna schoss ins Aussennetz, Adrian Wichser knapp daneben und wieder im Gegenzug Thomas Déruns an die Torumrandung. Daniel Schnyder, Domenico Pittis und Mark Bastl brachten die Zuschauer im Kollektiv zum Verzweifeln. In der 27. Minute gelang Ryan Gardner das fällige 1:1 dann doch. Gianluca Mona liess einen Schuss von Beat Forster zwischen den Schonern hindurch gleiten. Ryan Gardner profitierte davon, dass er immer dort steht wo es weh tut und konnte abstauben. Die Lions hatten auch danach die besseren Chancen. Gardner gelang die Führung in der 33. Minute backhand ebenso nicht, wie Vitali Lakhmatov vier Minuten später.
Ryan Gardner traf bereits nach 30 Sekunden des letzten Abschnitts nur den Innenpfosten und setzt damit das Zeichen für die letzten 20 Minuten. Vorne erspielten sich die Lions Chance um Chance, Severin Blindenbacher blieb in der 45. Minute erst an Mona hängen, nachdem er die gesamte Genfer Abwehr ausgespielt hatte, hinten drängten sie den Gast immer wieder an die Banden und in die Ecken und hielten die Gefahr vor Ari Sulander klein. Zweimal hatte dieses Rezept nicht geklappt. In der 52. Minute konnte Beat Forster im letzten Moment Serge Aubin am Torschuss hindern und zwei Minuten später kam Igor Fedulov völlig frei zum Schuss, scheiterte aber an Ari Sulander. Dazwischen hatten Thibaut Monnet und Domenico Pittis beste Chancen ausgelassen. Als in den letzten beiden regulären Spielminuten die Ordnung bei beiden Mannschaften völlig verloren ging hätten Ryan Gardner für die Lions und auf der Gegenseite Laurent Meunier für die Genfer das Spiel entscheiden müssen. Sekunden vor Schluss war auch Mark Bastl dem Siegestor nahe.
An der Dominanz der Lions änderte sich auch in der Verlängerung nichts. Im Gegenteil, die Zürcher waren drückend überlegen, vergaben aber ihre grossen Chancen zum Teil fahrlässig. Vitali Lakhmatov lenkte in der 64. Minute einen Pass von Thibaut Monnet knapp am Tor vorbei. Danach scheiterten Ryan Gardner und Mathias Seger aus aussichtsreichen Position. In der 69. Minuten wähnten sich die Lionsfans bereits im Meisterhimmel. Der Schuss von der blauen Linie von Beat Forster wurde von Mirko Murovic aber nur an den Pfosten abgelenkt. Nur eine Minute später umspielte Monnet Gianluca Mona, sah seinen Abschlussversuch aber noch vom Beinschoner des Goalies abgewehrt. Was in der Verlängerung nicht gelang, vollendete Pittis mit seinem Penaltytor. Er war der einzige Schütze, der verwandeln konnte und startete die Meisterfeier im Hallenstadion


































