HC Fribourg Gottéron – ZSC Lions 3:2 n.V. (0:1,1:1,1:0,1:0)
Es hat nicht sollen sein. Die ZSC Lions und die Playoffs 2009, wahrlich keine Erfolgsgeschichte. Das vierte Spiel verlieren die Zürcher schliesslich auf bitterste Art und Weise. 12 Sekunden vor Schluss erst rettet Sprunger Gottéron mit dem 2:2 in die Verlängerung, ehe er dort den HCFG gar zum Sieg schiesst und den ZSC Lions somit das Saisonende beschert.
Lange sah es in der Patinoire St. Léonard sehr gut aus für die ZSC Lions. Thibaut Monnet schoss den ZSC zum ersten Mal in dieser Serie nach 14:16 in Führung. Dann willige Lions, welche selbstbewusst aufspielten. Und auch den Ausgleich von Sprunger 117 Sekunden nach dem Start des zweiten Drittels steckten die Gäste gut weg. Ryan Gardner vermochte die Stadtzürcher nämlich im Powerplay nur sechs Minuten später wieder in Führung zu bringen. Für einmal konnten die ZSC Lions dabei von einem Caron-Abpraller Profit schlagen. In der Folgezeit agierte Gottéron oft zu ungenau und brachte den ZSC kaum ins Schwitzen. Auch im Schlussabschnitt hatte das Team von Sean Simpson die Üechtländer gut im Griff. Und vergeigte es selber, in mehreren guten Aktionen das vorentscheidende 1:3 zu erzielen. Kaltblütigkeit, welche auch Gardner und Monnet in der 60. Minute vermissen liessen. Beide hatten das inzwischen leere Tor vor sich. Doch Gardner (Pfosten) und Monnet (Beine von Heins) entschieden die Sache nicht. Mit fatalen Folgen.
Der letzte Gegenstoss von Fribourg wurde den ZSC Lions prompt zum Verhängnis. Im ersten Anlauf wurde Sprunger während seiner Aktion noch gelegt. Den darauf folgenden Schuss von Law liess Flüeler allerdings vor Sprungers Stock abprallen, sodass der Youngster problemlos und doch noch einschieben konnte. 12 Sekunden Spielzeit zeigte die Uhr noch an, eine erschütternde Tatsache.
Und die Verlängerung entwickelte sich zu einem Sinnbild für die ganze Serie. Die ZSC Lions wollten, die ZSC Lions erarbeiteten sich Chancen, aber die ZSC Lions zeigten keine Effizienz. Effizienz, welche eine Mannschaft so unberechenbar, unangenehm und darum auch stark macht. Beispiel Gottéron, welches auf der Gegenseite von einer Unachtsamkeit der Zürcher profitierte. Nach 69:28 drosch Sprunger die Scheibe auf jeden Fall erneut über die Linie. Zum dritten und letzten Mal an diesem Abend, zum Weiterkommen für die "Dragons" und zum Aus für die ZSC Lions. Ein Ende des Schreckens, tatsächlich findet die Serie zwischen Fribourg und Zürich ein solch schnelles und vor allem überraschendes Ende.
Trotz Überraschung, ein verdientes Weiterkommen für Gottéron. Gegen bereits im 2009 erfolgsverwöhnte ZSC Lions hat das Pelletier-Team ein probates Mittel gefunden, welches in allen vier Partien hinhaute. Und auch das Glück stand Fribourg während der ganzen Serie näher. Chapeau!
(Sandro Frei)

































